Woody

Name: „Woody“, alternativ „Rasta-Frau“, „Ninja“, „Nina“

Alter: noch in den 20zigern 🙂

Besonderheiten: Hippiemädchen mit Charme

Hobbys: Wenn ich nicht bei den Hunden bin nähe ich abends Leinen/Halsbänder und upgrade Metallmaulkörbe

Ich bin zuständig für die Tages-und Urlaubsgäste, Tierschutz- und Pflegehunde.

Mit dem Wishmopp und dem gelben Kärcherstaubsauger fege ich durch die Zimmer, füttere die Meute, mache Futtersuchspiele, verteile Kongs, bürste bei Bedarf ihre Löwenmähne, agiere als Streitschlichter, bin Kuschelbeauftragter und gebe den Hunden abends vor dem Einschlafen ein gute Nachtküsschen…

Meine Vierbeiner: „Woodstock“ (crazy Aussie) & „Yoshi“ (Bulgare mit herdenschutztypischen Eigenschaften).

Ohne „Woody“ wäre ich nie bei Diane gelandet – logisch um in eine Hundeschule zu gehen braucht man erstmal einen Hund. Deshalb hier die Geschichte von uns beiden:

Pünktlich zum Winter 2011 kam „Woodstock“ in mein Leben geschneit. Das dieser kleine Zwerg mein Leben komplett auf den Kopf stellen wird war mir zu diesem Zeitpunkt noch nicht bewusst – denn Woody war keine Schneeflocke, er war ein ganzer Schneesturm und dieser fegte einmal komplett durch mein Leben und wirbelte alles schön durcheinander.

Meine Vorstellungen waren hochgesteckt: ich wollte einen Hund, den ich überall mitnehmen konnte- zum Pferd, in die Stadt, in den Wald und ursprünglich auch in die Arbeit (Kindergarten) und natürlich sollte er alle Menschen/Tiere mögen, die uns über den Weg laufen.

„Woodstock“ hielt von dieser Vorstellung überhaupt nichts und boykottierte mein Vorhaben von Anfang an. Er hatte keinerlei Impulskontrolle und die emotionale Stabilität einer Pusteblume. Jeder noch so kleiner Reiz triggerte ihn, Spaziergänge und Hundebegegnungen wurden zum reinsten Albtraum.

Es folgten mehrere Hundeschulen/Hundetrainer mit den unterschiedlichsten Trainingsmethoden mit aber sehr ernüchternden Erfolg. Der Spaziergang bestand nun aus Schleppleinen-Chaos und „Super-mega-so-was-bekommt-er-sonst-nie-Leckerlie-Jackpot“. Das Ganze wurde musikalisch untermalt mit fliegenden „Disc-Schellen“ und „Rütteldosen“ gespielt im 4/4 Takt eines „Clickers“ .

Gebracht hat das ganze „Konzert“ jedoch überhaupt nichts, außer dass zusätzlich zu seiner Jagd- und Menschen/Hundproblematik nun auch noch eine verstärkte Geräuschempfindlichkeit dazu kam. Ich war mit meinen Nerven und Latein am Ende und habe tatsächlich über eine Abgabe nachgedacht!

Mitte 2016 bin ich dann über Umwege zu Diane gekommen- ich weiß nicht genau was sie gemacht hat, aber sie hat etwas in mir verändert. Endlich verstand ich, dass nicht mein Hund das Problem war, sondern ich. Ich habe Woodstock 5 Jahre lang in jeder Hinsicht enttäuscht. Ich habe ihm nicht beigestanden und ich habe ihn nicht vor anderen Menschen und Hunden beschützt. Ich wollte ihn und seine Persönlichkeit ändern, weil sie nicht in mein Leben und in die Gesellschaft gepasst hatte. Zwischen all den vermeintlichen „Problemen“ habe ich „ihn“, als Individuum überhaupt nicht mehr wahrgenommen…

Jeder Freund, den ich so behandelt hätte, hätte sich von mir abgewendet.

Und genau das fasziniert mich so an Hunden – sie sind so wahnsinnig ehrlich in dem was sie tun und sie verzeihen so unheimlich viel. Jeden Tag aufs Neue beeindrucken sie mich mit ihrer Echtheit, sie sind so klar in ihrer Kommunikation und wir können so viel von ihnen lernen, wenn wir uns nur darauf einlassen und genau hinsehen.

Besuchte Vorträge, Seminare und Workshops:

  • Tagesseminar: Traumatisierte Hunde (Udo Ganslosser)
  • Tagesseminar: Hütehunde – zwischen Genie & Wahnsinn (Gerd Leder)
  • Online: Aggressive Hunde (Hellhound Foundation)
  • Online: Adoptiert – Eskaliert (Hellhound Foundation)
  • Online: Maulkorb für Profis