Sozialspiel
Sozialkontakt mit Qualität – nicht mit Quantität
Die Frage ist nicht, wie viel Sozialkontakt dein Hund braucht. Sondern welcher Kontakt der richtige für ihn ist.
Viele Hunde lernen in Spielgruppen vor allem eines: Action. Toben, rennen, aufdrehen. Und dann wundern sich die Menschen, warum ihr Hund bei jedem anderen Hund sofort auf 180 ist.
Wir machen es anders. Bei uns darf Sozialkontakt ruhig sein. Und genau das ist die große Lernerfahrung.
Unsere Haltung
Wir belohnen Hektik nicht, indem wir den Hund schnell von der Leine lassen. Wir schauen zu, wenn zwei Hunde miteinander kommunizieren. Wir üben ruhige Annäherung, anfangs über die Schleppleine abgesichert. Und wir akzeptieren, wenn ein Hund keinen Kontakt möchte und sich zurückzieht.
„Leine ab und los“ gibt es bei uns nicht. Unsere Sozialstunden laufen eher ruhig ab. Und genau deshalb lernen die Hunde so viel.
Du als Halter bist dabei und lernst, deinem Hund zur Seite zu stehen, wenn er überfordert ist. Denn du sollst der sichere Hafen sein, nicht der, der ihn ins Getümmel schickt.
Welpenspiel – warum wir keine reinen Spielstunden haben
Ja, wir haben viele Welpen im Unterricht. Nein, wir haben keine reinen Welpenspielstunden.
Und das hat einen Grund.
Was in reinen Spielgruppen oft passiert:
Das Toben steht im Vordergrund und Action wird quasi anerzogen. Die Kleinen ziehen an der Leine zum Hundeplatz, auf Ruhe achtet kaum jemand. Dazu kommen oft zu lange Spieleinheiten, unterschiedlicher Entwicklungsstand je nach Alter und Rasse, ein sehr hohes Energielevel und Welpen, die in der Gruppe auf sich alleine gestellt sind, weil Situationen übersehen werden.
Das ist keine Sozialisierung. Das ist kontrollierter Kontrollverlust.
Wie wir es machen:
Ruhe in Gegenwart von Artgenossen. Der Besitzer als sicherer Hafen, der dem Welpen Vertrauen gibt. Kontrolliertes Sozialspiel, auch mit erwachsenen Hunden. Und das Ziel, dass der Welpe trotz Artgenossen gerne beim Besitzer bleibt.
Denn wie so oft im Leben gilt: weniger ist oft mehr. Kontrollierter Kontakt mit wenigen, aber souveränen Hunden bringt mehr als ständiges Spielen mit überdrehten oder groben Artgenossen.
Was ist mit Hunden, die keine anderen Hunde mögen?
Dein Hund mag keine anderen Hunde? Für uns kein Problem.
Denn wie soll ein Hund Sozialkontakt lernen, wenn er immer auf Abstand gehalten wird?
Über Maulkorb und anfangs über die Leine abgesichert, lernen die Hunde bei uns wieder, mit Artgenossen zu kommunizieren, auszuweichen und Vertrauen aufzubauen.